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Am 7.
April 1990, noch in der damaligen DDR, gründete sich das Kuratorium„Schlesische
Lausitz“ e.V., dem Vertreter von Parteien, Initiativen, Abgeordnete, Vertreter
des Mittelstandes und Einzelpersönlichkeiten angehörten. Das Kuratorium
"Schlesische Lausitz" e.V. erklärte, alle Aktivitäten zu fördern, die sich mit Brauchtum, Kultur, Wirtschaft
und Geschichte der schlesischen Lausitz befassen. Alle Überlegungen zur schlesischen Lausitz beziehen sich auf die westlich der Oder-Neiße-Grenze liegenden Gebiete. Das Kuratorium "Schlesische Lausitz" e.V. ist für
alle Personen, Gruppen und Einrichtungen offen, die die Inhalte und Ziele befürworten und fördern wollen. Abschließend heißt es in der
Erklärung, das Kuratorium "Schlesische Lausitz" e.V. will die
Region der schlesischen Lausitz als ein Bindeglied zwischen den benachbarten
Völkern und Ländern in ein europäisches Haus einbringen.
Als Satzungszwecke, die bis zum heutigen Tag Anwendung finden, wurde u.a. festgeschrieben:
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Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen zur historischen und gegenwärtigen Rolle der schlesischen
Lausitz
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Koordinierung von Initiativen zur Förderung
der Region
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Förderung von Kultur und Kunst im Zusammenwirken
mit öffentlichen Trägern
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Unterstützung von Kulturveranstaltungen
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Eigene
Veranstaltungsdurchführung ( so. z.B. die Wiederbelebung schlesischer
Kulturtraditionen, wie die „Schlesischen Musikfeste“)
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Vermittlung von
populärwissenschaftlichen Kenntnissen zur Geschichte und Kultur der Region,
insbesondere unter der Jugend
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Beziehen von Stellungnahmen zu
allen die schlesische Lausitz betreffenden relevanten strukturellen
Entscheidungen
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Traditionspflege und
Unterstützung bestehender und neuer Initiativen
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Folgerichtig wurden Symposien durchgeführt. 1991 wurde
sich mit der „Bestandsaufnahme auf den Gebieten Wirtschaft, Verwaltung und
Kultur“ beschäftigt. Dabei legten Vertreter der staatlichen Institutionen,
Parteien, Vereine, Verbände und Kirchen ihren Standpunkt dar. 1992 war
die „Einbindung der Region in die europäische Staatengemeinschaft“ das
bestimmende Thema. 1993 wurde statt eines Symposiums die Teilnahme am „Tag der Sachsen“ realisiert, die
in der Organisation und Durchführung des „Schlesischen Dorfes“ auf dem
Görlitzer Untermarkt lag. Das 3.Niederschlesische Symposium 1994 stand unter dem Thema „Kulturpflege in Schlesien“.
Dabei unterbreitete ein Vertreter der Schlesischen Jugend – Landesgruppe
Niederschlesien e.V. den Vorschlag, die Schlesischen Musikfeste neu zu beleben,
die seit dem Musikfest im Jahre 1889 mit der Stadt Görlitz verbunden waren.
Am 28.
Juli 1994 fanden sich Bürgerinnen und Bürger der damaligen kreisfreien Stadt Görlitz auf
Einladung des Kuratoriums „Schlesische Lausitz“ e. V. zusammen, um über die Möglichkeit
der Wiederbelebung der Schlesischen Musikfeste zu beraten. Vorschlag war, die
Musikfeste 1996, 120 Jahre nach dem I. Schlesischen Musikfest, neu ins Leben zu
rufen und dann aller zwei Jahre durchzuführen. Man kam zu dem Ergebnis, einen
Gründungskreis aus den anwesenden Persönlichkeiten zu bilden und den Vorschlag
aufzugreifen. Nach der Gründungsphase benannte sich im Juni 1995 der
Gründungskreis in Festkomitee
„Schlesische Musikfeste“ um, das unter der Trägerschaft des Kuratorium
„Schlesische Lausitz“ e.V. arbeitet. Am 17.
Februar 1996 konstituierte sich das Kuratorium „Schlesisches
Musikfest“ auf Initiative des Vereins, dem Persönlichkeiten aus Görlitz, weiten Teilen Deutschlands, aus
Israel und Polen angehören. Es soll das Anliegen des Festes befördern helfen.
Nach 54-jähriger Unterbrechung fand vom 14. bis 16. Juni 1996 unter der Trägerschaft
des Kuratorium „Schlesische Lausitz“ e.V. das 27. Schlesische Musikfest
in Görlitz statt. In der Folgezeit beschäftigte sich der Verein bis zum
heutigen Tage ausnahmslos mit der Organisation und Durchführung der
Schlesischen Musikfeste, unter Einbeziehung der polnischen Nachbarstadt
Zgorzelec. Beide Städte proklamierten sich später als Europastadt Görlitz / Zgorzelec. Im
Oktober 1997 wurden Vereinbarungen über eine Zusammenarbeit mit dem Musikverein
Zgorzelec, dem Oberschlesischen Sängerbund Oppeln (Opole) und der Schola
cantorum posnaniensis (Posen, Poznan) unterzeichnet. Einen weiteren Schwerpunkt
bildete der Ausbau der Kontakte mit dem Kinderchor „Severacek“ und dem
Theaterchor Liberec (Reichenberg) in der Republik Tschechien. Seither sind bei
den Schlesischen Musikfesten Laien und Berufskünstler aus Deutschland, der
Republik Polen und Tschechien in den Konzerten vereint. Erstmals wurde beim 29.
Schlesischen Musikfest 2001 ein Konzert im polnischen Teil Niederschlesien
durchgeführt.
Die
Mitglieder des Kuratorium „Schlesische Lausitz“ e.V., des Festkomitee „Schlesische
Musikfeste“ und des Kuratorium „Schlesisches Musikfest“ arbeiten ehrenamtlich
für das Projekt „Schlesische Musikfeste“. Mit den Schlesischen
Musikfesten unterstützte das Kuratorium "Schlesische Lausitz" e.V. die Bewerbung der
Europastadt Görlitz / Zgorzelec um den Titel Kulturhauptstadt Europas im
Jahr 2010. Das Kuratorium „Schlesische Lausitz“
e.V. mit Sitz in Görlitz verfolgt ausschließlich und
unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Es ist unabhängig und Partei übergreifend. Das Kuratorium „Schlesische
Lausitz“ e.V. erhielt die Anerkennung der Gemeinnützigkeit und ist im
Vereinsregister unter der Nummer 27 beim Amtsgericht Görlitz registriert.
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